Basketball Saison beendet – Superliga wird abgebrochen – #bullshelfen!

„Wir sind unschlagbar“ – das war unser Credo nach 10 Titeln in Folge – nun ist es doch passiert, die rasante Ausbreitung des Corona Virus stoppt nicht nur die Erfolgsserie der Kapfenberg Bulls, sondern ab sofort den kompletten Spielbetrieb aller Ligen.

Der Vorstand des österreichischen Basketballverbandes und die Führung der Basketball Superliga Gmbh erklären die laufende Saison 2019/20 für beendet. Das betrifft sowohl die Admiral Basketball Superliga, die Zweite Basketball Liga und die Damen Superliga als auch alle Nachwuchsmeisterschaften. Der Geschäftsführer der Superliga Tomas Kanovsky in einem statement:“Leider hat uns die Realität schneller eingeholt, als das viele von uns erwartet haben. Umso mehr müssen wir jetzt alles dafür tun, dass sich die Lage in absehbarer Zeit wieder einigermaßen normalisiert. Aus diesem Grund sehen wir auch keine andere Möglichkeit, als den Spielbetrieb vorzeitig zu beenden.“

Damit wird die Saison 19/20 in allen Ligen auch ohne Meister abgeschlossen. Über mögliche Auf- und Absteiger sowie die über die für die Bulls wichtige Vergabe der internationalen Startplätze wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Die Verantwortlichen beim österreichischen Meister tragen diese Entscheidung natürlich vollinhaltlich mit, sind – soweit das in diesem Fall überhaupt möglich ist – wie immer proaktiv, die wichtigsten Schritte wurden ja bereits vergangene Woche gesetzt. Seit vergangenem Mittwoch ruht der komplette Trainingsbetrieb, die Sportstätten wurden ja in der Zwischenzeit ohnehin von der Stadtgemeinde Kapfenberg geschlossen.

Was dieses abrupte Saisonende für die Bulls bedeutet ist in seiner gesamten Dimension heute noch in keinster Weise abschätzbar, jetzt geht es einmal darum den „geordneten Rückzug“ anzutreten, sowie die Spieler und Mitarbeiter dementsprechend zu unterstützen.

Bulls Geschäftsführer Oliver Freund ist dabei mit allen Betroffenen entsprechende Lösungen individuell auszuhandeln:“Die Gesundheit und die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen stehen jetzt einmal im Vordergrund – unser Office im ece, wie auch das Sportbüro und der Fanshop sind seit vergangener Woche bereits dicht gemacht.Es war für uns absehbar was passieren würde, deswegen sind wir da sehr rasch gewesen. Wir werden unsere Spieler und Mitarbeiter sicher nicht hängen lassen, auch wenn wir als Sportorganisation natürlich jetzt vor gewaltigen Herausforderungen stehen – wir prüfen momentan gerade in allen Fällen welche der Modelle – Kurzarbeit oder aber auch Arbeitslosenbezug – in jedem individuellen Fall geeignet sind, und werden das dann step by step abarbeiten. Zudem haben wir ein Projekt für unsere Region gestartet – es gibt also genug zu tun in diesen Tagen!“

#BULLSHELFEN – ab sofort liegt der Fokus bei den Kapfenberg Bulls darauf, bestmöglich zur Unterstützung unserer älteren MitbürgerInnen beizutragen – seit Montag stehen Spieler und MitarbeiterInnen der Bullen bereit um Einkäufe zu erledigen, sowie auf Bestellung auch Essen zu liefern. Mit an Bord auch die Partner der Bulls!

Caro Schafferer steht unter 0676 847 885 777 zur Verfügung um Bestellungen entgegenzunehmen, bzw. auch die Abwicklung zu organisieren:“Wir schaffen das bis jetzt gut – beliefern immer wieder Menschen aus der Region, haben auch schon Medikamente zugestellt und heute liefern wir die ersten Essen auf Bestellung – noch haben wir Ressourcen und stehen gerne zur Verfügung!“

Auch Bulls Obmann Clemens Ludwar bedauert natürlich den Abbruch – wo doch die schönste Zeit des Jahres – die Play offs unmittelbar vor der Tür standen, und die Bulls gerade richtig in Schwung gekommen sind:“Gesundheit ist das wichtigste Gut.Wir nutzen die Zeit um uns erneut sozial zu engagieren, wie wir es auch 2015 bei der Flüchtlingswelle getan haben. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Abbruchs treffen uns natürlich, wie alle anderen auch, hart – wir sind aber davon überzeugt, diese Phase gemeinsam mit unseren starken Partnern zu überstehen.Wir bedanken uns bei allen Sponsoren, Partnern, MitarbeiterInnen, Ehrenamtlichen und Fans für die Unterstützung in der nun abgelaufenen Saison und sind stolz darauf erneut alle ausgespielten Titel gewonnen zu haben. Sobald es möglich ist werden wir unser traditionelles Abschlussfest steigen lassen – bis dahin – bleibt`s zu Hause und passt auf euch auf!“

 

Wie es denn sportlich weitergeht steht momentan natürlich in den Sternen – mehr als eine Bilanz der neuerlich erfolgreichen Saison scheint daher zur Zeit nicht möglich.

Wie schon oben beschrieben gingen erneut beide ausgespielten Titel an die Kapfenberg Bulls – nach dem Supercup Erfolg zum Saisonauftakt triumphierte die Coffin Truppe auch erneut im Cup – am 2.02 durften die Spieler stolz die Cup Trophäe stemmen.

Somit haben die Kapfenberg Bulls seit mehr als drei Jahren alle möglichen Titel geholt – eine Serie die man natürlich gerne weiterführen möchte.

Sportdirektor Michael Schrittwieser:“Es ist überhaupt nicht absehbar wie sich das entwickelt – wir stehen vor großen Herausforderungen, die natürlich nicht nur die Bulls sondern den Sport im Allgemeinen betreffen. Auch wenn ich persönlich die wirtschaftlichen Hintergründe und Interessen natürlich verstehe finde ich es zynisch, unverantwortlich und unangebracht wie da jetzt internationale Millionenclubs teilweise kommunizieren und argumentieren. Der Abbruch aller sportlichen Bewerbe und aller gemeinsamen sportlichen Betätigungen ist selbstverständlich und teilweise aus wirtschaftlichen Interessen leider zu spät erfolgt. Das Credo kann jetzt nur sein – „STAYATHOME „– und/oder unterstütze jene die es brauchen, ohne jemanden zu gefährden. Danke für euren Beitrag!“

Die Kapfenberg Bulls bedanken sich bei Euch allen – bleibt`s bitte zu Hause – und lasst uns gemeinsam wenn es soweit ist erst einmal feiern, und danach an unserer neuen Mission arbeiten – „Ten is not enough!“

 

2017     Cupsieger – Meister – Supercupsieger

2018     Cupsieger – Meister – Supercupsieger

2019     Cupsieger – Meister – Supercupsieger

2020     Cupsieger

 

 

#wearefamily

Photo: GEPA pictures/ Mario Kneisl