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20. Januar 2021

Zwischenbilanz bei den Kapfenberg Bulls – als Tabellenführer Richtung Europa!


Wie schaut’s bei den Bulls aus?In einem Interview zieht der General Manager der Bullen eine erste Zwischenbilanz zur laufenden Saison und gibt einen Ausblick was noch kommen könnte.

 

Q: Wie zufrieden ist man im Lager der Bulls mit dem bisherigen Saisonverlauf?

„Aus sportlicher Sicht sind wir jetzt wieder dort angekommen wo wir hinwollen, ich meine das nicht nur aus dem Blickwinkel der Tabellenführung, sondern vor allem wie wir spielen und uns in den letzten Runden präsentiert haben!“

 

Q: Was bedeutet das im Detail?

„Na ja – der Start war ja holprig und zerfahren, was auch zu erwarten war. Wir haben de facto ja eine fast komplett neue Mannschaft. Von den Spielern die schon im Vorjahr eine Schlüsselrolle gespielt haben sind nur mehr Eric McClellan, Tobias Schrittwieser und Ian Moschik im Team – der Rest ist neu oder in einer größeren Rolle, wie David Vötsch, Drew Koka oder Elias Podany. Da kann man nur Mike gratulieren in welch kurzer Zeit er ein Team geformt hat.“

 

Q: Die Corona bedingte Pause hat da wohl auch nicht geholfen?

„Das kann man wohl sagen – nach fünf Wochen fängst du wieder von vorne an – die beiden Spiele nach der Pause, beide haben wir verloren – haben das gezeigt, da war nicht viel Schönes dabei. Aber noch einmal – Kompliment wie schnell es dann ab Mitte Dezember bergauf gegangen ist. Da trägt natürlich dazu bei, dass bei uns im Umfeld alle an einem Strang ziehen – da wird nichts hinterfragt wenn es sportlich einmal nicht so läuft. Oder ich korrigiere mich – es wird alles hinterfragt, aber nicht die verantwortlichen Personen. Wir evaluieren täglich was wir tun, und sind mittlerweile auch mit dem was wir an software und unterstützenden Maßnahmen einsetzen einen gewaltigen Schritt weiter!“

 

Q: Was ist das, wenn man fragen darf?

„Ich will natürlich nicht unsere Karten ganz offen legen, aber wir setzen verschiedene herzfrequenzbasierte Systeme ein um unser Training zu steuern, dazu messen wir permanent verschiedene andere Parameter – und checken unsere Spieler laufend. Weiters verwenden wir internationale Software – sowohl im Bereich Scouting und Spielvorbereitung, wie auch in der Trainingsplanung. Im Bereich der Nahrungsmittelergänzung arbeiten wir seit Jahren erfolgreich mit dem österreichischen Premium Anbieter Peeroton zusammen, dazu supplementieren wir jetzt auch noch Omega 3 in Kooperation mit dem Physio Institut von Bernd Russ – aber auch das mit laufender Testung unserer Werte.

Natürlich hilft es auch gewaltig dass uns heuer erstmals ein hauptamtlicher Physio zur Verfügung steht – mit Fran Monserrate haben wir jemand gefunden, der als Spanier natürlich auch Basketball im Blut hat. Wir haben auch in der Vergangenheit immer gute engagierte Betreuer gehabt, keine Frage – aber es macht natürlich einen Unterschied wenn das jemand hauptamtlich machen kann, und sich nur auf die Spieler konzentrieren kann. Das hilft sowohl den Spielern der Superliga, wie auch unseren Jungs aus der Akademie!“

 

Q: Apropos Akademie – wie schaut`s denn da aus?

„Da gibt es natürlich ein lachendes und ein weinendes Auge. Zum einen haben die Spieler die schon bei den Profis dabei sind einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Sie werden top betreut, und haben natürlich auf Grund der schulischen Situation noch mehr Fokus am Training. Also da sind wir mehr als happy wie sich unser Quartett aus der steirischen Basketball Akademie entwickelt. Miro Zapf, Lukas Ablasser, Maxi Seher und Daniel Grgic haben auch allesamt schon ein wenig Superliga Luft geschnuppert, und sind auf einem guten – nein sehr guten Weg!

Was natürlich abgeht sind die Spiele im Nachwuchs, sowie das regelmäßige Training mit gleichaltrigen aus der Akademie. Da ist seit drei Monaten Pause, und das tut uns sehr weh – es gibt jetzt ein wenig Hoffnung und ein fertiges Konzept – am 1. Februar wissen wir wie es im Nachwuchs weiter gehen kann. Die Verantwortlichen in der Liga und im Verband arbeiten daran hier auch den Jungen wieder eine Perspektive zu geben. Das wäre ganz wichtig – wir dürfen nicht ein ganzes Jahr verlieren – die Basketball Akademie Steiermark ist auf einem guten Weg – wir hatten große Ziele im Herbst, die Verantwortlichen arbeiten gut zusammen. Wir müssen unbedingt wieder arbeiten dürfen!!

 

Q: Zurück zu den Profis – wo siehst du noch Schwachstellen?

„Also die große Baustelle wurde ja saniert – mit der Verpflichtung von Thomas Schreiner haben wir eine Führungsfigur die wir gesucht haben. Thomas ist ein Glücksfall für uns – und den österreichischen Basketball. Jeder Tag an dem wir mit ihm arbeiten bringt uns alle weiter – das gilt für seine Mitspieler, aber nicht zuletzt auch für coaches und fürs Umfeld. Wir wollen uns ja international weiter entwickeln, was liegt da näher als sich an jenem Spieler zu orientieren der auf höchstem europäischen Niveau gespielt hat. An seiner Seit blüht jetzt auch Eric so auf, wie wir es erwartet haben. Wir sind noch lange nicht am Ende unserer Entwicklung dieses Jahr, aber es geht in die richtige Richtung.

Wir sind defensiv die Nummer 1 der Liga, wollen noch unsere Ballverluste minimieren und noch konsequenter die Dinge umsetzen die Mike als Coach vorschweben – wenn das gelingt dann sind wir wieder ein Team mit dem zu rechnen sein wird.  Darum haben wir jetzt auch auf der Center Position noch einmal nachgelegt – wenn Alex Herrera, der bis dato eine hervorragende Saison spielt etwas passiert, dann wären wir hier zu dünn besetzt gewesen – das ist nun erledigt!“

 

Q: Ist man mit allen Neuverpflichtungen so zufrieden?

„Diese Frage kann ich leicht beantworten – ja und ausnahmslos – wir haben die beste Temachemie seit Jahren, und wir haben für gewöhnlich immer einer gute Chemie, also heißt das was! Aus meinem Mund hört man das wohl eher selten, aber wir sind von A bis Z zufrieden was die Auswahl und die Einstellung unserer Spieler betrifft. Wir können die Tiefe und die Intensität unserer Arbeit noch verbessern, aber das sollte ab der Nationalteam Pause im Februar passieren. Wir haben so meine ich noch das ein oder andere physische Defizit, das müssen wir bis zu den Play offs noch korrigieren. Unser Kader ist tief und gut besetzt, damit ist auch der nötige tägliche Kampf ums berühmte Leiberl garantiert!“

 

Q: Das klingt ja alles ganz vielversprechend?

„Wir haben ja bis jetzt nur übers Sportliche gesprochen. Natürlich stehen auch wir vor gewaltigen Herausforderungen was die finanzielle Situation betrifft, das ist keine Frage. Es ist extrem herausfordernd permanent in einer leeren Halle zu spielen, und sich de facto nur zwischen der eigenen Wohnung und der Halle zu bewegen – aber wir sind trotzdem in einer privilegierten Lage unseren Beruf ausüben zu können. Unser CEO Oliver Freund leistet ganze Arbeit zusammen mit Obmann Clemens Ludwar das irgendwie zu schaffen – zu diesen Bereichen wären die Beiden die richtigen Ansprechpartner!“

 

Vielen Dank – darauf kommen wir gerne zurück und werden demnächst allen Interessierten ein Q&A zur wirtschaftlichen Situation liefern.

 

Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

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